Statement

Meine Arbeit ist mit der Suche nach “Sein” und unserer Existenz verbunden. Mit der Frage nach unserer Herkunft und der Suche nach Antworten, die ich nicht einmal formulieren kann.

Meine Bilder zeigen Menschen in Intimsphäre. Menschen, die nach innen schauen, in ausgedehnten Momenten existenzieller Erfahrungen. Dabei konzentrieren sie sich hauptsächlich auf den Spiegel unserer Seele, das Gesicht. In meinen Skulpturen ist das Hauptthema wieder der Mensch und auch das Gesicht. Sie zeigen Verzerrungen und Verformungen. Und wie in meinen Bildern verwende ich einen expressiven Arbeitsstil, der zu den unvollkommenen Formen und Verfremdungen beiträgt.

Meine deutsch-nigerianischer Herkunft trägt zu meinem Umgang mit dem Sein und dem Selbst bei. “Zu dunkel” oder “zu hell” zu sein, ist eine Frage der Identität, die gleich am Anfang in mein Leben getreten ist, weshalb vielleicht ein Hell-Dunkel-Kontrast meine Arbeit durchzieht.

Die Themen Identifikation, Lokalisierung und Selbstfindung begleiten mich schon während meiner gesamten Biographie. Während meiner Promotion als Teilchenphysikerin habe ich mich intensiv mit der Suche nach dem verschwindend kleinen Higgs-Teilchen beschäftigt. Damit könnte man erklären, warum es eine Masse gibt und vielleicht schließlich, warum Menschen existieren, weshalb das Higgs-Teilchen auch “Gottes-Teilchen” genannt wird.

In meinen Installationen habe ich das Thema Wissenschaft und Religion aufgegriffen. Ich stelle die Frage, ob wir lieber die Wissenschaft als Gott verehren sollen oder ob beide nicht wirklich Eins sind.

Ich bin eine Künstlerin, eine Wissenschaftlerin und vielleicht einfach eine Suchende, die versucht, Antworten zu finden, indem ich das Wissen der verschiedenen Felder kombiniere. Die gängige Praxis in vergangenen Zeiten.

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